Aktuelle Meldungen

24.01.2017 - Die UK Games Expo, englische Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele in Birmingham, will zur nächsten Ausgabe am 2.-4.6. weiter zulegen. Nachdem die zehnte Veranstaltung 2016 ins Messezentrum NEC gezogen war und die Zahl ihrer Einzelbesucher um 41 % auf rund 12.400 wuchs, hoffen die Organisatoren jetzt auf eine weitere Steigerung auf 15.000 Gäste. Die Zahl der registrierten Eintritte soll von 25.000 auf 30.000 zunehmen. Im National Exhibition Centre belegen Händler und Aussteller diesmal die ganze Halle 1 mit einer Fläche von 14.000 m², während das Gros der Turniere in die 3A mit 5.000 m² umzieht. Hinzu kommen Spielflächen und Events im benachbarten Hotel Hilton Birmingham Metropole, sodass sich die Gesamtfläche der Games Expo am Ende auf 22.500 m² beläuft. Nach eigenen Angaben bietet die Messe das umfangreichste Rollenspielprogramm der Insel an. Britische Meisterschaften werden unter anderem von „Catan“-, „Agricola“- und „Carcassonne“-Spielern ausgetragen. Erstmals findet ein europäisches Turnier des Verlags Fantasy Flight statt, der etwa die besten Strategen im „X-Wing“-Miniaturenspiel sucht. Cosplayer können in Birmingham ihre Kostüme zeigen, und Live-Entertainment-Spiele laden zum Mitmachen ein. Die Grafik zeigt das Besucherwachstum der Schau seit ihrer Premiere.

23.01.2017 - "Sieht doch gleich besser aus" lautete einmal der Slogan einer Möbelhauskette und entfuhr auch Fernsehzuschauern, wenn manche Einrichtungsexperten gerade den Bildausschnitt verlassen hatten. In der eigenen Hand hat man die Interieurgestaltung bei Mein Traumhaus, einem neuen Familienspiel von Pegasus, das Anfang Februar auf der Nürnberger Spielwarenmesse (1.-6.2.) präsentiert wird. Autor Klemens Kalicki lässt darin zwei bis vier Spieler Runde für Runde Zimmer bauen und dekorieren, wobei sie Helfer und Werkzeuge einsetzen. Entscheiden müssen sie sich dabei, welche Kartenkombinationen sie für sich wählen, und gleichzeitig versuchen, den Konkurrenten gute Exemplare abzujagen. Wer seine Räume bis hin zum Dach und der Sauna am besten konstruiert und schmückt, gewinnt. Eine Videovorschau gibt es hier.

Ebenfalls zur Messe bringt Pegasus die deutschen Ausgaben von Brix und Top That in den Handel, die zwei nächsten Spiele des französischen Verlags Blue Orange. Aus diesem stammten schon Dr. Eureka und Kingdomino. Die zwei Neuzugänge sind schnelle Aktionsspiele. Wie man es vom Namen her erahnen könnte, dreht sich Brix von Charles Chevallier und Thierry Denoual um Mauersteine (engl. "bricks"), jeweils bestehend aus Würfeln in den Farben der Spieler. Abwechselnd setzt jeder einen Stein in die Mauer, bis jemand vier eigene Exemplare zu einer Reihe verbindet und damit siegt. Drei Varianten für Teilnehmer ab sechs Jahren binden auch die Symbole ein. Bei Denouals Top That müssen zwei bis vier Zauberer ab sechs Jahren einen Zylinder, einen Becher, eine Röhre, eine Münze und ein weißes Kaninchen so stapeln, wie es eine Aufgabenkarte vorgibt. Wird man damit als erster fertig, bekommt man die Karte; Gewinner ist, wer zuerst fünf Aufgabenkarten erstapelt hat.

16.01.2017 - Nicht nur der Brettspiel-Verlagslandschaft, sondern auch virtuellen Spieleneuheiten drückt Asmodee seinen Stempel auf. Seit kurzem ist eine App zu Mysterium erhältlich, Oleksandr Nevskiys und Oleg Sidorenkos kooperativer Mördersuche, bei der übernatürlich begabte Medien Hilfe von einem Geist bekommen; die Hellseher wie auch das Spektralwesen werden von den Spielern verkörpert. Vom Geist ausgesuchte Bildkarten müssen so interpretiert werden, dass daraus der Schuldige abgeleitet werden kann. Dies geschieht, indem bis zu sieben Personen gleichzeitig rätseln und sich per Chat austauschen, Solisten finden jedoch einen mehrstündigen Einzelspieler-Modus. Brauchen die übersinnlichen Ermittler zu lange, schließt sich die Brücke zur Geisterwelt, und der Tippgeber verschwindet für ein ganzes Jahr. Asmodee Digital hat das 300.000-fach verkaufte Brettspiel von Libellud zusammen mit dem ebenfalls französischen Entwickler Playsoft für digitale Plattformen umgesetzt und wollte dabei nach eigener Aussage ein gleichermaßen düsteres wie spaßiges Erlebnis schaffen. Für iOS und Android kostet das Programm jeweils 6,99 €. PC-Besitzer können das Spiel über Steam herunterladen, müssen mit 9,99 € aber ein ganzes Eck mehr bezahlen.

11.01.2017 - Die Twiddle-App, mit der der Spieleverlage e.V. als Fachgruppe deutscher Spielehersteller Spielern helfen will, Kontakte zu knüpfen und Veranstaltungen zu finden, wurde aktualisiert. Neue Partner des Spieleverlage e.V. sind nun spielen.de, spielbox und SpieLama, weshalb sich die Daten und Informationen zu Brettspielen aus deren Datenbank künftig auch in der Twiddle-App finden. Erhältlich ist die Software wie gehabt auf iTunes und bei Google Play.

11.01.2017 - Damit auch alle aus dem Weihnachtsurlaub Zurückgekehrten noch eine Chance haben, an unserem SPIEL DOCH!-Gewinnspiel teilzunehmen, haben wir die Aktion bis zum 17.1. verlängert. Somit ist noch bis zum kommenden Dienstag Zeit, ein Foto der beim Buchhändler Thalia ausliegenden SPIEL DOCH!-Ausgabe 2/2016 an vertrieb@nostheide.de zu schicken, um bei der Verlosung von zehn Spielen dabei zu sein. Ein Verzeichnis aller Thalia-Standorte mit entsprechender Auslage gibt es hier. Viel Glück!

09.01.2017 - Als einer von mehreren Verlagen hatte Kosmos im letzten Herbst Spiele zum "Escape Room"-Trend auf den Markt gebracht. Wie sich jetzt herausstellte, fruchtete die Idee: Nach eigenen Angaben verkauften sich von Exit - Das Spiel, erdacht von Inka und Markus Brand, innerhalb dreier Monate über 100.000 Exemplare. Wie in einem echten Escape Room müssen darin die Teilnehmer gemeinsam Codes knacken, Rätsel lösen und Hinweise sammeln, um aus einem verschlossenen Raum zu entkommen. Zur Wahl standen bisher drei Spiele mit Settings in einer Waldhütte, einer Pharaonen-Grabkammer und einem Geheimlabor. Die drei nächsten Titel erscheinen im Mai: Sie laden auf eine vergessene Insel und in eine verbotene Burg ein; zudem gilt es, den Weg aus einer evakuierten Polarstation zu finden, in der brisantes Zellmaterial gelagert wird.

09.01.2017 - Die spielbox-Neuheitenliste für das Frühjahr 2017 ist jetzt im Netz, lässt sich mit verschiedenen Filtern durchsuchen und hilft auch Besuchern der kommenden Spielwarenmesse am 1.-6.2. in Nürnberg bei der Planung. Die aktuellsten Forenbeiträge zum Thema sind hier zu lesen.

09.01.2017 - Am 30.12. ist nach kurzer Krankheit im Alter von 72 Jahren der Spiele- und Buchautor Hajo Bücken gestorben, Mitgründer und von 1991 bis 1993 erster Vorsitzender der Spiele-Autoren-Zunft (SAZ). Zu seinem Werk gehören mehr als 80 Spiele wie 1983 die "Mimürfel" der Arbeitsstelle Neues Spielen und das aktuell von Amigo erhältliche Bärenspiel, 1992 Coco Crazy bei Ravensburger oder 1997 das erste von rund 20 Ratz-Fatz-Spielen bei Haba. Zahlreiche Titel wie Dumm gelaufen entwickelte Bücken zusammen mit Dirk Hanneforth. Außerdem veröffentlichte er fast 30 Publikationen zum Thema Spiel. Zwischen 2013 und 2015 fungierte Bücken noch einmal als SAZ-Vorstand. Christian Beiersdorf, der die Geschäfte der Autorenzunft führt, bezeichnete ihn als "streitbaren Geist mit Charakter, Ecken und Kanten", der der SAZ immer mit seiner Erfahrung zur Seite gestanden und sich von Anfang an für ihr politisches Engagement eingesetzt habe.

In getrennter Meldung gab Christian Beiersdorf bekannt, dass seine Agentur "Projekt Spiel" zum Jahreswechsel nach 13 Jahren ihren Service für Spieleautoren zur Prüfung neuer Spielkonzepte eingestellt hat. Künftig will sich die Agentur auf die Vertretung ausgewählter Autoren und Auftragsprojekte für Verlage sowie Unternehmen konzentrieren.

03.01.2017 -  Als Harald Bilz Ende des vergangenen Augusts überraschend starb, verlor der Heidelberger Spieleverlag seinen Gründer und Geschäftsführer. Dieser Umstand könnte mit dazu beigetragen haben, dass sich Heidelberger jetzt zum Jahreswechsel dazu entschloss, unters Dach des französischen Spielekonzerns Asmodee zu schlüpfen. Heidelberger selbst, vertreten durch die Geschäftsführerin Petra Hofstetter, und Asmodees Deutschlandchefin Carol Rapp sprachen von einer "Fusion" in der Asmodee GmbH unter Rapps Leitung, Asmodees Gruppenchef Stéphane Carville jedoch von einer Übernahme. Logistisch ziehen die beiden Partner schon seit Sommer 2015 an einem Strang, Heidelberger fungierte als Vertrieb der Asmodee-Label Fantasy Flight Games und Plaid Hat Games. Künftig arbeitet man damit auch in Sachen Distribution, Marketing, Service und Events zusammen. Die Sortimente sollen einander ergänzen und sich mit Titeln wie Dobble, Zug um Zug, Dixit, Codenames, Zombicide oder X-Wing sowie Neuheiten wie Star Wars Destiny, dem "Final Fantasy"-Sammelkartenspiel oder Runewars breiter aufstellen. Dabei will Asmodee seine Erfahrung im Massenvertrieb einbringen, während Heidelberger seine Stärken im Fachhandel nutzt; das Ziel sei es, einen der kanalübergreifend führenden Akteure auf dem deutschen Spielemarkt zu schaffen. Heidelberger bleibt an seinem baden-württembergischen Firmensitz Walldürn und wird als "Studio Heidelberger" Spiele entwickeln; außerdem setzt man die deutsche Lokalisation von Fantasy-Flight-Spielen fort. Logistik und Lager bleiben ebenfalls bestehen.

28.12.2016 - Weihnachten ist zwar vorbei, aber vielleicht haben Sie nicht genügend Spiele geschenkt bekommen. Deshalb gibt es ein nachweihnachtliches Gewinnspiel der spielbox-Schwesterzeitschrift SPIEL DOCH!: Schicken Sie uns bis zum 7.1.2017 ein Foto davon, wie die SPIEL DOCH!-Ausgabe 2/2016 in einer Filiale des Buchhändlers Thalia ausliegt (Standorte siehe Link), an vertrieb@nostheide.de. Tipp: Schauen Sie bei den Spielen! Übrigens, wer es noch nicht weiß, nur in der SPIEL DOCH!-Ausgabe bei Thalia liegen "6 Jokerbohnen" für Bohnanza bei (zusätzlich zu dem Schnupperspiel von KARMA von Amigo). Unter allen Einsendern verlosen wir zehn tolle Spiele. Mitarbeiter des Nostheide Verlages und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück bei der Verlosung wünscht das SPIEL DOCH!-Team!

22.12.2016 - Im Juli 2015 hatten sich die Brettspielforen der Internetportale von spielen.de, spielbox und SpieLama zusammengeschlossen. Zum Jahresende überstieg die Nutzerzahl jetzt einen runden Wert: Mehr als 5.000 Mitglieder - genauer gesagt 5.019 Stand heute Mittag - haben inzwischen einen Account angelegt. Im früheren spielbox-Forum alleine waren zuletzt 2.648 Mitglieder registriert gewesen. Manche Stammuser der Vorgängerplattformen konnten sich beim Umzug der Seiten mit der neuen Struktur nur zögerlich anfreunden, doch die Administratoren werkelten fleißig weiter daran und trugen mit dazu bei, dass sich die Spielergemeinschaft vergrößerte. In den Foren kann man unter anderem Regelfragen klären, Spieleveranstaltungen suchen und ankündigen, kostenfreie Kleinanzeigen veröffentlichen und sich über jedes andere Thema austauschen, das Spieler bewegt. Zu den regelmäßigen Forumsnutzern gehören begeisterte Viel- und Kennerspieler, Verlagsredakteure sowie Fachjournalisten. Mit dieser heterogenen Nutzerschaft bildet das Brettspielforum die wesentlichen Ansprechpartner und Experten der Spielbranche ab. Somit ist es ein wertvoller Multiplikator für Informationen, Trends und Spieleneuheiten innerhalb der Szene. Wir freuen uns riesig über den regen Zulauf neuer Stimmen, die die Diskussionen mit ihren Meinungen bereichern, und wünschen allen bestehenden wie auch künftigen Nutzern frohe Weihnachten.

21.12.2016 - Im Spielehandel ist die Preisgestaltung gerade um Weihnachten herum zuweilen abenteuerlich - teils werden gerade die begehrtesten Hits verschleudert, denen Jurys den größten Spielwert attestiert haben. Eine Untersuchung des Onlineportals spielwiese.at macht jetzt deutlich, wie wichtig es beim Kauf im Netz sein kann, Preise zu vergleichen. Zwischen September und Dezember wurden die Verkaufspreise von 20 Gesellschaftsspielen bei 22 deutschen und österreichischen Onlinehändlern geprüft. Da Spiele anders als Bücher nicht preisgebunden sind, unterschieden sich am 12.12. der jeweils billigste und der teuerste Preis pro Titel im Schnitt um knapp 62 %. Den größten Preisunterschied ermittelte man bei zwei österreichischen Shops, die dasselbe Produkt mit einer Differenz von 149 % anboten: Während der Buchhändler Thalia Codenames, das aktuelle "Spiel des Jahres", mit 9,99 € um die Hälfte verbilligte, hob der Händler kuppitsch.at seinen Preispunkt um fast ein Drittel auf 24,90 € an. Alpenländler müssen hier offenbar besonders gut aufpassen, doch neben der Unübersichtlichkeit haben sie auch einen anderen Grund, sich zu ärgern: Laut des Vergleichs müssen Österreicher für dasselbe Spiel oft tiefer in die Tasche greifen als ihre Nachbarn im Norden; so habe Thalia von österreichischen Abnehmern über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg höhere Beträge verlangt als von Kunden seines deutschen Shops. "Zum Teil erheblich" seien die Preisunterschiede ebenso in den deutschen und österreichischen Shops von Weltbild und Toys"R"Us sowie der Otto-Gesellschaften Quelle und Universal gewesen, für gewöhnlich zu Lasten der Österreicher.

12.12.2016 - Der Günzburger Spieledistributeur Hutter Trade vertreibt seit Dezember die Titel des französischen Verlags Iello in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dazu gehören Richard Garfields bislang fast 1 Mio. mal verkauftes King of Tokyo, das von japanischer Malkunst beeinflusste Kanagawa von Bruno Cathala und Charles Chevallier sowie das von Daniel Lieskes "Wormworld"-Comics inspirierte Der mysteriöse Wald. Nächstes Jahr kommen For Sale, Njet! und Diamant hinzu. Iello stößt bei Hutter Trade auf andere Vertriebsmarken wie Megableu, die Würfeleien der "Rory’s Story Cubes", Oberschwäbische Magnetspiele und die Krimispiele des Gmeiner Verlags; eigene Projekte realisiert Hutter unter dem Label Huch! & friends.

08.12.2016 - Beinahe 500 Nummern in 40 Jahrgängen gibt es schon, jetzt ist mit der Oktober-Ausgabe die 499. veröffentlicht: Im jüngsten "WIN Das Spiele Journal" des Österreichisches Spiele Museum e.V. werden auf 182 Seiten ganze 1.522 Titel mit Text und Bild erwähnt, womit versucht werden soll, einen beinahe vollständigen Rückblick auf die Essener SPIEL zu ermöglichen. Welche Herkulesaufgabe das ist, verdeutlichen die Verfasser mit einer Zahlenspielerei: Wollte man jedes der Spiele nur eine Stunde lang antesten, und hätte man dazu täglich acht Stunden Zeit, bräuchte man 190 Tage, um sämtliche Neuheiten auszuprobieren. Zum Download gibt es das Journal als PDF wahlweise in einer Auflösung von 75 oder 150 dpi, wobei das Datenvolumen 30 oder 73 MB beträgt.

08.12.2016 - Der Friedberger Spieleverlag Pegasus hat am 1.12. Oliver Erhardt (40, Foto) zum neuen Eventmanager ernannt. In dieser Funktion plant er Teilnahmen an Messen und anderen Veranstaltungen, darunter auch Termine im Ausland wie die UK Games Expo in Birmingham oder die GenCon in Indianapolis. Der ausgebildete Systemadministrator hatte fünf Jahre für Heidelberger Projekte redaktionell betreut, Vertriebskonzepte erstellt, Events organisiert und Spieleerklärer koordiniert, was ihn in die USA, nach Italien und nach Frankreich führte. Außerdem wickelte er für den Kölner Fachhändler Brave New World Messeauftritte ab und bereiste Asien. Schon seit September organisiert darüber hinaus Bianca Wondzinski als freie Mitarbeiterin die Pegasus-"Supporter", bezahlte Leiter von Spielerunden, Turnieren und Workshops in Spieleläden, bei Vereinen oder auf Messen; sie selbst gehört seit zehn Jahren zu diesem Personenkreis und war als Standleiterin für die Supporter auf Messen und Großveranstaltungen verantwortlich. Bis zum 23.12. laufen aktuell die "Pegasus-Spiele-Clubtage", an denen verschiedene Titel aus dem Verlagsprogramm gespielt werden.

07.12.2016 - Zum 9.1. wird der Spielejournalist Guido Heinecke (Foto) neuer Geschäftsführer des Vereins Spiel des Jahres. Weil er aktuell noch als Mitglied der Jury mitverantwortlich für die Wahl der Preisträger ist, verlässt er das Gremium. Im neuen Jahr wird er für den Verein von seinem Wohnort Konstanz aus die laufenden Geschäfte, Logonutzungen und Lizenzen überwachen, neue Projekte entwickeln, Preisverleihungen und Messeauftritte organisieren, PR-Arbeit leisten sowie die SdJ-Website und Aktivitäten in den sozialen Medien betreuen. Der 1977 geborene Vater dreier Söhne studierte Sprachwissenschaften, Geschichte, Kunst und Medien. Journalistisch arbeitete er für den "Südkurier" und "Radio Neckarburg". Später beschäftigten ihn die Spieleverlage Pro Ludo und Asmodee in Vertrieb, Redaktion und Communitybetreuung. Seit 2010 ist er Chefredakteur der deutschen Ausgabe der französischen Spiele-Nachrichtenseite "Tric Trac", 2013 schloss er sich Spiel des Jahres an. Die SdJ-Geschäftsstelle in Kerpen bleibt jedoch bestehen und wird wie gehabt von Kerstin Molitor geleitet, der die Verwaltung obliegt. Die Rolle als Branchen-Ansprechpartner teilt sich Heinecke ab 2017 mit dem Vorstand, der aktuell aus dem Vorsitzenden Tom Felber, dessen Stellvertreter Karsten Grosser und Schatzmeister Udo Bartsch besteht. Kontakt für die Presse bleibt Bernhard Löhlein. Ab dem 9.1. ist Guido Heinecke als Geschäftsführer Spiel des Jahres in der Oberlohnstraße 3 in 78467 Konstanz zu erreichen, telefonisch unter +49 (0)7531 / 991 46 48, per Mail unter heinecke@spiel-des-jahres.com.

25.11.2016 - Zur Premiere der neuen Spiele-Publikumsmesse spielespass in Wien zählte der Veranstalter Reed Exhibitions am 19.-20.11. insgesamt 14.868 Besucher. Sie trafen in der Messe Wien auf 40 Aussteller, die ihrerseits 325 Titel präsentierten. Neben Gesellschaftsspielen und Puzzles, die ausprobiert und gekauft werden konnten, wurden auch Spielzeug und Kindermedien gezeigt. In einer Umfrage gaben 67,4 % der Besucher der Schau die Noten „sehr gut“ oder „gut“, weitere 26 % stuften sie als „befriedigend“ ein. 91,5 % wollten die Messe weiterempfehlen. 78 % waren der Meinung, dass ihnen der Besuch etwas gebracht hatte, rund 82 % fanden ein nach ihrer Ansicht vollständiges Produktangebot vor. Beliebteste Genres waren bei möglichen Mehrfachnennungen Familienspiele (51,4 %), Kinderspiele (33,3 %), Logik- / Teamworkspiele (21,7 %), Geschicklichkeitsspiele (21,7 %), Lernspiele (18,8 %), Strategiespiele (17,4 %), Bewegungsspiele (15,9 %), Taktikspiele (14,5 %), Kommunikationsspiele (14,5 %), Kombinationsspiele (13,0 %), Krimi- (12,3 %), Würfel- (11,6 %), Lege- (11,6 %) und Partyspiele (10,9 %).

22.11.2016 - Während der Nürnberger Spielwarenmesse 1981 fragte mich Reiner Müller, ob ich Lust hätte, an einem neuen Spiele-Magazin mitzuarbeiten. SpielZeit sollte es heißen, und Reiner nutzte die Messe, um Mitarbeiter und Anzeigenkunden zu akquirieren. Im Herbst desselben Jahres erschien dann die Erstausgabe unter dem Namen SpielBox; der ursprünglich vorgesehene Titel war der Beilage einer Elternzeitschrift zu ähnlich. Nur ein Jahr später veröffentlichte er im Heft erste Ideen für ein großes Spielertreffen; "Spielertage '83" sollte es heißen. Was daraus geworden ist, erleben wir jedes Jahr aufs Neue in Essen.

Kurz darauf verließ Reiner die SpielBox, um - wie schon zuvor - wieder für Spieleverlage zu arbeiten. Dabei kreuzten sich unsere Wege immer wieder, und ich durfte für diverse Spiele unter seiner Regie die Anleitungen schreiben. Ein Meilenstein war für ihn sicherlich die Begegnung mit Klaus Teuber. Beide gründeten mit anderen Partnern TM-Spiele und bauten für Goldsieber ein Spieleprogramm auf. Mit der Entdeckung von Catan wechselte das Team dann zu Kosmos, wo Reiner dieses und auch andere Spiele bis zu seinem Rückzug betreute. Reiner Müller starb in der vergangenen Woche im Alter von 71 Jahren an einer Krebserkrankung. Ein ausführliches Porträt können Sie in der spielbox 5/2011 lesen.

KMW

13.11.2016 - Während der Spielemesse "Spellenspektakel" an diesem Wochenende in Eindhoven wurden die Sieger des 16. Niederländischen Spielepreises ausgezeichnet. Den Preis als bestes Familienspiel für ein breites Publikum ab acht Jahren holte Abenteuerland von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling (HABA): Es überzeugte die Juroren durch leicht verständliche Regeln, obwohl im Spiel selbst schwierige Entscheidungen zu treffen seien, Risiken einzugehen oder Konkurrenten zu stören. Drei Abenteuer böten auch für Veteranen unterschiedliche Erlebnisse. Abenteuerland schlug in dieser Kategorie Codenames von Vlaada Chvátil (holländischer Vertrieb über White Goblin) und Quadropolis von François Gandon (Days of Wonder).

Bei den "Expertenspielen" für erfahrene Spieler gewann Auf den Spuren von Marco Polo von Simone Luciani und Daniele Tascini, vertrieben durch 999 Games: Der Titel, in dem man als Händler auf der Seidenstraße unterwegs ist und dazu strategisches Timing braucht, punktete laut Jury mit einem originellen System von Aktionen und Charakteren, die zwar sehr unterschiedlich, aber doch ausgewogen seien; jede Partie verlaufe anders und sei dadurch eine neue Entdeckung. Marco Polo ließ in dieser Sparte Die Alchemisten von Matúš Kotry (NL-Vertrieb über The Game Master) und Haspelknecht von Thomas Spitzer (Quined) hinter sich.

Die Wahl traf eine neunköpfige Jury aus Spielehändlern, Journalisten und Vertretern von Spielevereinigungen. Als Schirmherr fungiert der Spieleclub Ducosim mit rund 700 Mitgliedern.

11.11.2016 - Dem Rubik-Zauberwürfel kommt vielleicht bald auf Initiative des Fürther Spielzeugherstellers Simba Toys sein Markenschutz abhanden. Der Europäische Gerichtshof hob am 10.11. eine frühere Entscheidung des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) auf, die die Eintragung der Form des „Rubik’s Cube“ als EU-Marke bestätigt hatte. 1999 hatte der britische Rechteinhaber Seven Towns die Würfelform (Foto) als dreidimensionale Unionsmarke für 3D-Puzzles registrieren lassen. 2006 beantragte jedoch Simba die Löschung der Marke mit dem Argument, dass die Drehbarkeit der Würfelseiten eine technische Lösung und deshalb nur als Patent, nicht aber als Marke schützbar sei; das EUIPO wies diesen Antrag zurück, weswegen Simba vor das Gericht der Europäischen Union zog. Dieses folgte Simbas Argumentation aber im November 2014 erneut nicht, weil die Würfelform keine technische Lösung enthalte, die einen Markenschutz verhindere; die Rubik-typische Technik ergebe sich nicht aus dieser Form, sondern allenfalls aus dem unsichtbaren Mechanismus im Würfelinneren. Dagegen legte Simba vor dem EuGH Einspruch ein, der nun zu einem Teilerfolg führte.

04.11.2016 - What's Your Game?, 2005 in Italien gegründeter und seit 2011 in Berlin ansässiger Spieleverlag, lässt ab Mitte November seinen ersten Titel in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Pegasus Spiele vertreiben: In Railroad Revolution von Marco Canetta und Stefania Niccolini wetteifern zwei bis vier Spieler um den Ausbau von Eisenbahn- und Telegrafenlinien in den USA des 19. Jahrhunderts. Mit der Zeit spezialisieren sie dabei ihre Belegschaft und befördern Arbeiter zu Managern, um an Aufträge zu kommen. Noch im November will What's Your Game? weitere Spiele über Pegasus in den deutschsprachigen Fachhandel bringen.

04.11.2016 - Dieses Wochenende am 5.-6.11. veranstaltet die Messe Dresden die nächste "spielraum", Publikumsmesse für Spielzeug, Kreativprodukte, Video- und Gesellschaftsspiele. Auf einer Fläche von 8.000 m² präsentieren sich insgesamt 70 Aussteller. Allein 2.500 m² werden in Halle 2 von "Games for Families" belegt, einem Sonderbereich für familientaugliche PC-, Konsolen- und Brettspiele, die auf übermäßige Gewaltdarstellungen verzichten, wobei letzterer Punkt vor allem für Software relevant sein dürfte. Mit eigenen Ständen haben sich unter anderem Disney, Nintendo, Activision ("Skylanders"), Warner Bros. und Sony sowie die Spieleverlage Winning Moves und Noris angekündigt. Der Brettspiel-Eventveranstalter Spielkonzept4u bietet auf einer Familienspielfläche 350 Titel zum Ausprobieren an, unterstützt von hilfreichem Erklärpersonal. Holzspielzeug und lernpädagogische Spiele finden sich in der Halle 4 neben Mitmach-Aktionen, Workshops und Spielflächen. Eigene Spielwiesen bringen der Bausteinproduzent Lego und der Figurenhersteller Playmobil nach Dresden. Darüber hinaus können Besucher in Workshops trommeln, skateboarden und zaubern. Geöffnet ist die spielraum am Samstag von 10 bis 20 Uhr, am Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr. Eine reguläre Tageskarte kostet 10 €; zwei Erwachsene und zwei Kinder bis zu 14 Jahren zahlen 25 €, Drei- bis Sechsjährige 4 €, die Kleinsten haben freien Eintritt.

01.11.2016 - Dr. Bernward Thole, Gründer des heute in Nürnberg beheimateten Deutschen Spielearchivs, feiert am 2.11., also morgen, seinen 80. Geburtstag. Der promovierte Literatur- und Theaterwissenschaftler rezensierte seit 1973 Spiele, wirkte 1978 an der Gründung des Vereins Spiel des Jahres mit und legte 1985 den Grundstein für das Deutsche Spielearchiv in Marburg. 1997 erhielt er den Verdienstorden der BRD für sein Engagement rund um Spiel und Gesellschaft. 2010 verkaufte Thole sein Archiv mit mehr als 30.000 Gesellschaftsspielen und anhängender Fachbibliothek an die Stadt Nürnberg. Bis heute organisiert sein Verein „Spielebrücke“ in Marburg Veranstaltungen, die unterschiedliche Generationen und Nationalitäten am Spieltisch zusammenbringen. Hier gratuliert das Spielearchiv mit einem Blog-Eintrag und lädt Besucher ein, selbst Glückwünsche zu hinterlassen. Synes Ernst hat für Spiel des Jahres ebenfalls eine Gratulation verfasst.

31.10.2016 - Knapp vier Wochen sind es noch bis zum ersten Advent am 27.11. - gar nicht mehr so lange, um noch rechtzeitig einen geeigneten Adventskalender zu finden. Für Spielefans gibt es eigentlich nur eine Option: den Brettspiel-Adventskalender von Frosted Games. So langsam gehen unsere Bestände zur Neige, weshalb wir hiermit noch einmal auf die Bestellmöglichkeit in unserem Shop hinweisen möchten. Abgebildet sind die 24 enthaltenen Erweiterungen zu den Spielen Arcadia Quest, Arkwright, Broom Service, Böhmische Dörfer, Cacao Chocolatl, Camel Up Cards, Crisis, Das Orakel von Delphi, Die Portale von Molthar, Gold West, Guilds of London, Hansa Teutonica, Imhotep, Istanbul, Karuba, King of Tokyo / King of New York, Mysterium, Panic Lab, Quadropolis, Robinson Crusoe, Saboteur, Tallinn, West of Africa und Zooloretto. Nutzen Sie die Gelegenheit - nur so lange der Vorrat reicht!

28.10.2016 - Von allzu großer Harmonie ist das Verhältnis zwischen Ferdinand de Cassan, Organisator des für 2016 abgesagten Wiener Spielefestes, und Reed Exhibitions, dem Veranstalter der neuen spielespass, nicht geprägt. Die Industrie hatte das Spielefest mit pekuniärem Liebesentzug zur Pause gezwungen und stattdessen mit einer großen Messegesellschaft ein neues Ereignis aus der Taufe gehoben, die spielespass. Dass diese jetzt als "Spielefestival" beworben wird, ist de Cassan wohl auch aus diesem Grund ein Dorn im Auge, soll sie damit doch nach Ansicht des verdienstvollen Spiele-Urgesteins unberechtigt die 31-jährige Tradition des Wiener Spielefestes vor den eigenen Karren spannen. Reed hatte eindeutig von einem "Umzug" der "traditionsreichen Veranstaltung" in die Messe Wien gesprochen - offenbar, ohne das mit deren Initiator abzuklären. Wie de Cassan betont, sei der Begriff "Spielefest" eine eingetragene Marke und dürfe nicht zur gewerblichen Werbung genutzt werden, weshalb Reed von einem "traditionellen Spielefestival" spreche. Da außerhalb Wiens nach wie vor zehn Spielefeste stattfänden, gebe es auch keine Ursache, für das Spielefest von einem "Neustart", einer "Version 2.0" oder - wie Reed - von einem "Jungbrunnen" zu "träumen", was nach de Cassans Meinung ohnehin nur Unbeteiligten einfalle. Wer eine neue Veranstaltung ankündige, sollte nicht davon ausgehen, die 31-jährige Tradition des Spielefestes "einfach übernehmen" zu dürfen und können. Ein Unterschied, mit dem sich die "echten" Spielefeste von anderen österreichischen Spieleschauen abheben wollen, ist, dass sie alle Spiele zum Ausprobieren anbieten, nicht nur die der vertretenen Verlage.

26.10.2016 - Zum fünften Mal kommen am Sonntag, dem 20.11., Carcassonne-Fans jedes Alters auf der Burg Konradsheim in Erftstadt bei Köln zum Carcassonne-Fantreffen zusammen. Der Burgsaal der Wasserburg steht zwischen 11 und 17 Uhr für mittelalterliche Taktik-Eroberungen offen, an denen auch wieder der Carcassonne-Erfinder Klaus-Jürgen Wrede teilnimmt; er wird seine Neuentwicklung Carcassonne Amazonas vorstellen und mitgebrachte Spiele signieren. Sebastian Trunz, Carcassonne-Weltmeister des Jahres 2007 und dreifacher deutscher Meister, tritt simultan gegen zehn Besucher an. Weitere Attraktionen sind das größte Carcassonne-Spiel der Welt und ein Familienquiz. Wer möchte, kann auf dem Treffen auch andere Spiele der Verlage Hans im Glück, Schmidt und Drei Magier ausprobieren. Der Eintritt ist wie gewohnt kostenlos.