09.07.2021 - Dieses Jahr hatte die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) eine Arbeitsgruppe zum Thema Rassismus gegründet, nachdem in der Branche darüber diskutiert worden war, ob manche Autoren vielleicht zu wenig politisch-rhetorisches Feingefühl an den Tag legten. Jetzt liegt ein Ergebnis vor: Eine internationale Gruppe von Spieleerfinder/innen, darunter Mitglieder von SAZ und SAJ (Société des Auteurs de Jeux), aber auch nicht organisierte Autor/innen, haben gemeinsam einen mehrsprachigen "Kodex für Respekt und Verantwortung" verfasst. So erwähnt die Aufstellung u.a. eine faire Darstellung gesellschaftlicher Vielfalt, eine sorgfältige kulturelle Recherche oder die Berücksichtigung etwaiger Auswirkungen auf Bevölkerungsgruppen. Außerdem fordert der Kodex eine Zugänglichkeit von Spielen für möglichst viele Menschen, ein Bewusstsein, dass manche Formen von Humor auch verletzen können, und ein Bemühen, eigene Fehler wo immer möglich zu korrigieren. Sollte man bei anderen Schaffenden problematische Aspekte finden, will man "respektvoll" darauf hinweisen und Hilfe bei der Lösung anbieten.

09.07.2021 - Die Spielkonzept4u GmbH aus dem sächsischen Dohna kennt man schon rund ein Jahrzehnt als Organisatorin von Ereignissen wie Spieletagen für die ganze Familie oder der "Spieletour" an der Nord- und Ostsee. Das letzte Jahr mit seinen vielen Terminabsagen hat das Unternehmen jetzt genutzt, um seinen Eventbereich neu zu strukturieren: Auf einer neuen Website präsentiert man sich künftig als die Agentur Meeplebox Events mit allen Projekten und Leistungen, von Veranstaltungen übers Teambuilding bis hin zu logopädischen Spieleseminaren. Auch das Team um die Chefin Franka Meusel wird persönlich vorgestellt.

05.07.2021 – Eine Liste mit 232 Ausstellern haben die Organisatoren der SPIEL in Essen Ende vergangener Woche veröffentlicht. Und angekündigt, dass es noch „Hunderte“ mehr seien. Das Signal war klar: Die Messemacher um Dominique Metzler wollen in diesem Jahr unbedingt wieder eine Präsenzmesse. Und zahlreiche Aussteller wollen es auch, nahezu alle großen und kleinen deutschen Verlage tauchen auf der Liste auf. Nur ein großer Player fehlte: Asmodee – und damit auch alle zur Gruppe gehörenden Studios. Und das ist kein Zufall. Der weltgrößte Spieleverlag wird in diesem Jahr nicht an der physischen Messe teilnehmen. 

25.06.2021 - Zwar hat die Spielebranche insgesamt von den Lockdowns durch eine gestiegene Nachfrage eher profitiert, für die einzelnen Verlage aber hat die Corona-Pandemie auch Nachteile mit sich gebracht. So berichtete HeidelBÄR Games jetzt, dass dessen Hersteller wegen gestiegener Rohstoffkosten und höherer Ausgaben für Transport und Personal gezwungen seien, ihre Preise "deutlich" zu erhöhen; als Konsequenz müsse deshalb auch HeidelBÄR selbst ab Juli die Preise einiger seiner Produkte erhöhen.

18.06.2021 - Seit Mai sind alle Spiele des Heidenauer PD-Verlags, darunter Concordia, Navegador, Imperial und La Granja, im Vertrieb von Asmodee erhältlich. PD will über das größere Vertriebsnetz mehr Händler erreichen. Begonnen hatte die Kooperation schon letztes Jahr, als Asmodee den Vertrieb des "Spiel des Jahres"-Gewinners Pictures an ausgewählte Großkunden übernommen hatte. Als seine Kernkompetenz erwähnt der PD-Verlag Strategiespiele ohne oder mit nur geringem Zufallseinfluss, die trotz relativ übersichtlicher Regeln eine hohe Spieltiefe bieten. (th)

19.05.2021 - Letztes Jahr hatte die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) einen Muster-Lizenzvertrag zusammengestellt, der Spieleverlagen und -autoren einen Entwurf liefert, wie sich Vertragsabschlüsse miteinander am besten formulieren lassen. Spielehersteller äußerten danach jedoch den Wunsch, auf das Mitspracherecht von Autor*innen bei der Bearbeitung ihrer Werke durch die Verlage näher einzugehen. Ein neues Positionspapier tut dies jetzt, indem es urheberrechtliche und inhaltliche Gründe anhand praktischer Beispiele erläutert.

Bei dieser Gelegenheit betonte die SAZ: "Es ist an der Zeit, dass ALLE Spieleverlage die Urheberschaft von Spieleautor*innen auch inhaltlich akzeptieren und sie nicht bei der inhaltlichen Ausgestaltung von Regeln und Thema außen vor lassen bzw. sich das alleinige Entscheidungsmonopol zusprechen. Dabei verkennen wir nicht die Kompetenz der Redakteur*innen in den Verlagen. Bei Buchautor*innen ist die Freigabe der finalen Version vor Drucklegung selbstverständlich. Warum soll das bei Spieleautor*innen anders sein? Es sind unsere Spiele – dafür stehen wir mit unserem Namen!" (th)